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Märkische Allgemeine - 15.01.2011

EUROPA: DSL, Sportlerheim und Gutshaus
Amt Friesack hat seit dem Jahr 2000 mehr als drei Millionen Euro an EU-Geldern bekommen

FRIESACK - Jeder soll’s wissen. In den nächsten Wochen werden unter den Ortseingangsschildern jener Dörfer, die nun endlich mit DSL rechnen können, Tafeln angebracht mit der Aufschrift: Hier investiert die Europäische Union in die ländliche Entwicklung. Projekt Breitbandanschluss.

„Es ist wichtig, dass die Leute sehen, wo das Geld herkommt“, sagte gestern Friesacks Amtsdirektor Christian Pust bei einem Besuch von Dirk Ilgenstein. Der Präsident des Landesamtes für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) wollte sich im Amtsbereich darüber informieren, wie die vom LELF ausgereichten Gelder verwendet wurden. Sind doch
allein seit dem Jahr 2000 rund drei Millionen Euro an EU-Fördermitteln in den Amtsbereich Friesack geflossen – sei es in Dorferneuerungsprojekte oder in den Wegebau. Für Ilgenstein steht fest: „Die Erhöhung der Lebensqualität ist entscheidend, wenn es um die Zukunft im ländlichen Raum geht.“

Ohne EU-Gelder wäre sicherlich auch der in diesem Jahr geplante Breitbandanschluss in Brädikow, Jahnberge, Vietznitz, Warsow, Bienenfarm, Selbelang, Paulinenaue, Wagenitz, Wutzetz und Zootzen-Damm nicht möglich. Wie berichtet, hatte das Amt dafür mehr als 540 000 Euro von der EU und vom Land bewilligt bekommen. Die Deutsche Telekom wird demnächst mit dem Verlegen der Leitungen beginnen.

Des Weiteren hat das Landesamt fast 10 200 Euro an EU-Geldern bewilligt, mit denen der Spielplatz auf dem Gelände der Paulinenauer Karibu-Grundschule in der Bahnhofstraße neu gestaltet werden soll. Derzeit herrscht gähnende Leere, wo bis 2009 ein völlig marodes Klettergerüst stand. Bald wird neben der Tischtennisplatte eine Kletterspinne für die Großen errichtet und an anderer Stelle eine Kletterstrecke für die kleineren Kinder. Sobald das Wetter es zulasse, sollen die Geräte geliefert und aufgestellt werden, sagte Schulleiterin Sabine Röding-Kanwischer.

Deutlich mehr EU-Geld ist schon vor geraumer Zeit in den Anbau des Pessiner Sportlerheimes gesteckt worden. Rund 360 000 Euro kostete das Vorhaben, 113 000 Euro davon stellte das LELF zur Verfügung – unter anderem für die Heizungs-, Sanitär- und Elektroanlagen. Ilgenstein ließ sich gestern vor Ort das Projekt erläutern. Sportplatzwart Helmut Starke führte ihn stolz durchs Haus, berichtete über den Verein Blau-Weiß Pessin sowie über weitere Baupläne. Im Außenbereich entsteht nämlich ein Sandplatz fürs Westernreiten, der im Winter sogar als Kunsteisbahn genutzt werden kann. Momentan schauen schon die Hülsen für die Umrandung der Reitanlage aus dem schlammigen Boden.

Die Europäische Union wird wohl auch in Zukunft den Amtsbereich Friesack mitgestalten. So liegen Michael Mey vom LELF Anträge für die Hüllensanierung der Pessiner Kirche, für die Erneuerung der Birkenstraße in Haage sowie für die Wiederherstellung des Hohenzollernparks in Friesack nach historischem Vorbild vor. „Die drei Projekte haben gute Chancen, im Frühjahr bewilligt zu werden“, sagte Mey. Pust fügte hinzu, dass demnächst auch noch ein Antrag zum Fintelmannhaus in Senzke gestellt werden soll. Es geht um die geplante Umgestaltung des Innenraumes. Unter anderem soll der WC-Bereich einen anderen Platz erhalten.

Zu den großen Vorhaben, die in der Vergangenheit mit EU-Mitteln bezuschusst worden waren, gehören der Lückenschluss des Retzower Weges in Pessin (61 000 Euro), das Feuerwehrgerätehaus in Selbelang (110 000 Euro), das alte Gutshaus in Paulinenaue (199 000 Euro) und die ehemalige Milchkühlerei in Retzow (40 000 Euro). (Von Andreas Kaatz)

Breitband:
Das Geld für die Breitbandanschlüsse im Amtsbereich Friesack wird aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) bereitgestellt.
Bis Ende 2011 sollen die Dörfer, die noch kein DSL haben, ans schnelle Internet angebunden sein.
Das Datentempo wird bis zu 16 000 Kilobits pro Sekunde betragen – abhängig von der Entfernung zu den Schaltgehäusen. ak


Quelle: Märkische Allgemeine, Der Havelländer, 15.01.2011

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